Braucht Soziale Arbeit Freunde? Social-Media:Neue Wege der Kommunikation

Liebe Fachtag-Teilnehmer,

mit diesem Pad möchten wir ihnen bereits im Vorfeld Informationen zum Fachtag liefern. Zudem wollen wir Ihnen ermöglichen, eigene Informationen, Fragen und Anregungen einzufügen, um somit eine gemeinsame Vorbereitung zu ermöglichen.

Geben sie sich als Nutzer, rechts oben, einen Namen und wählen sie eine Farbe aus.
Schreiben sie ihre Fragen und Anregungen einfach in den Text. Gerne können sie auch interessante Links einfügen. Einfach die URL kopieren und in den Text einfügen.

Wenn sie das geschafft haben, besitzen sie bereits die erste Fähigkeit, eine neues Web 2.0 Instrument, als neuen Weg der Kommunikation zu nutzen. ;)

Trauen sie sich und schreiben sie einfach drauf los.......
Weitere Meinungen und Gedanken über den Fachtag finden sie auf Twitter mit dem Hashtag #jugendinfo 

Ablauf und Informationen zu unseren Referenten:

9:00 Begrüßung

9:30-10:30 Uhr | Jörg Eisfeld Reschke:
arbeitet für das Institut "Ikosom" ( http://www.ikosom.de/ ).
Er referiert über die Nutzung und Reichweite von Social-Media in der NGO Arbeit.
Zudem wird er Möglichkeiten aufzeigen, wie man als Organisation eigene Richtlinien im Umgang mit Social-Media entwickeln kann.
Vortragsfolien: http://www.slideshare.net/joergreschke/nutzung-und-reichweite-sozialer-medien-in-der-ngoarbeit

10:45-11-45 Uhr | Jöran  Muuß-Mehrholz:
ist Gründer der Agentur für Bildung "Jöran & Konsorten" ( http://www.joeran.de/ ). Er wird einen Einblick in die Bildungsarbeit in Zeiten des Web 2.0 geben. Durch seine "Web 2.0 Landkarte" zeigt er wichtige (neue) Instrumente für eine effektive Bildungs- & Öffentlichkeitsarbeit auf.

Für alle die keine Lust auf lesen haben, gibt es hier bereits eine Hörprobe zum Thema:
http://www.joeran.de/web-2-0-landkarte/#more-2354


12:30-14:00 Uhr | Markus Gerstmann & Eiko Theermann:
Markus Gerstmann arbeitet als Dipl. Sozialpädagoge und Bildungsreferent für das ServiceBureau Jugendinformation ( http://www.servicebureau.de/ ). Er referiert auf Fachveranstaltungen und Elternabenden über das Thema "Social Media" und "Jugendliche Medienwelten". Auf dem Fachtag berichtet über die Social-Media Erfahrungen der eigenen Organisation. 

Herr Theermann arbeitet ebenfalls im Service Bureau Jugendinformation. Zur Zeit erwirbt er in der Organisation seine staatliche Anerkennung "Soziale Arbeit B.A." Er koodiniert für das Service Bureau das EU-Projekt draufhaber.tv ( http://blogs.uni-bremen.de/draufhaber/ueber/ ) und referiert zum Thema "Youtube". (Leider werde ich aus organisatorischen Gründen nicht am Fachtag teilnehmen können. Herr Gerstmann wird für mich zum Thema "youtube" einen kurzen Einblick geben. Bei konkreten Fragen zum Thema Youtube als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit können sie sich jederzeit persönlich an mich wenden. Schreiben Sie eine Mail an theermann@jugendinfo.de)

12:00-12:30 Uhr Twittagessen (3 Fragen zum Mittagessen)
1. Soziale Arbeit braucht (keine) virtuelle/n Freunde weil... 
2. Folgende Ideen nehme ich für meine Arbeit mit:
3. In Zukunft werde ich in Bezug auf Social-Media...

14:00 - 15:30 Uhr Kurzportraits zu den Diensten "Twitter/Facebook/Youtube"
Hier möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, die genannten Dienste genauer kennenzulernen. In drei Kleingruppen werden unsere Referenten die Dienste und ihre Funktionen darstellen, ihnen hilfreiche Tips an die Hand geben und Zeit für ihre Fragen einräumen.


15:45-16:30 Fishbowl-Diskussion 

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Interessante Links & Informationen:
Tagungen zu ähnlichen Thema vom ServiceBureau Jugendinformation:
http://pad.jugendinfo.de/cyberwork
http://pad.jugendinfo.de/cyberwork-kriterien
http://pad.jugendinfo.de/fanprojekt

Facebook richtig einstellen
Tutorial für Facebook:
http://www.watchyourweb.de/m1892391596_466.html 

mehr Infos über Facebook auf Klicksafe
http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/soziale-netzwerke/
oder einfach die Einstellungsmöglichkeiten als Film ansehen...
http://www.youtube.com/user/klicksafegermany

über die neue Chronikfunktion:
http://www.mimikama.at/allgemein/timeline-die-neue-facebook-timeline-ist-ab-sofort-verfgbar/

von der Facebook Profilseite zu der Fanseite
http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/10/25/auf-der-richtigen-seite/

http://www.ikosom.de/2010/09/30/ebook-social-media-policies-fur-nonprofit-organisationen/
eBook Social Media Policies für Nonprofit-Organisationen

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Direkt von der Fachtagung:

9:00 Begrüßung

9:30-10:30 Uhr | Jörg Eisfeld Reschke:

10:45-11-45 Uhr | Jöran-Muuß-Mehrholz:

12:30-14:00 Uhr | Markus Gerstmann & Eiko Theermann:

12:00-12:30 Uhr Twittagessen
14:00 - 15:30 Uhr Kurzportraits zu den Diensten "Twitter/Facebook/Youtube"
15:45-16:30 Fishbowl-Diskussion 
Braucht Soziale Arbeit Freunde? Social-Media:Neue Wege der Kommunikation


Jetzt gehts los... Viel Spaß!

Markus Gerstmann gibt eine kurze Einführung, die  zur Tagungsidee geführt haben:
1.
...Was heisst : "Freunde" im Internet...Was stellen sich Jugendliche unter dem Begriff "Freunde" vor?  Immer wieder gibt es diese Diskussion.
Erwachsene argumentieren, dass sie richtige Freunde haben, es ist aber ein totschlagargument. Was sind denn richtige Freunde für Erwachsene? 
Gehen die Ansichten auseinander, "Freunde" von Erwachsenen und "Freunde" von Jugendlichen?... 
Was sind Freunde? Was sind Bekannte? Jugendliche  können  zwischen "Virtuellen" und "Realen" Freunden unterscheiden ...
Wir (auch gerade die Soziale Arbeit) brauchen Netzwerke, wieso nicht auch virtuell? Einige Teilnehmer kennt man bereits aus dem Internet / Facebook...heute trifft man sich "live"
Was sind richtige und was sind falsche Feunde? Sind Kollegen, die man auf Tagungen trifft Freunde? Diese Vernetzung ist doch wichtig und hilfreich für die Arbeit. Also Freunde/ Kollegen/???

2.
Öffentlichkeitsarbeit: Homepages wichtig für öffentliche Einrichtungen, das hat Markus schon in seiner Diplomarbeit herausgefunden ;) also müsste doch Facebook als "neues"internet (so sehen es einige menschen. Facebook und youtube ist für sie das Netz) auch unser Medium sein. 

Cyberwork-Tagung im September 2011: Inhalte u.a. soll / muss Soziale Arbeit via Facebook stattfinden? http://pad.jugendinfo./cyberwork 



1. Referent: Jörg Eisfeld Reschke vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien „Ikosom“ http://www.ikosom.de/ 
Einführung Nutzung und REichweite von Social MEdia in NGO Arbeit...
Kurze Vorstellung zur Person
Themenfelder: Fundraising und digitale Kommunikation

Foliensatz zum Anschauen und Herunterladen:
http://www.slideshare.net/joergreschke/nutzung-und-reichweite-sozialer-medien-in-der-ngoarbeit

Internetnutzung in Deutschland:
2002: nachdem Internet ersten Hype hinter sich hatte waren 44% der Deutschen regelmäßig online... Altersverteilung: hauptsächlich 20 Jährige Männer als Nutzer, Ältere kaum online
2011: Jugendliche 14-19j. 100% online, bis einhscließlich 50 J. im Schnitt mehr als 90% online (ARD-OnlineStudie)
...was machen die Personen im Internet (Einkaufen, Banking, UNterhaltung... Hauptsächlich Kommunizieren...) ...Hier ansetzen: Was ist soziale Arbeit anderes als Kommunizieren, sich unterstützen und sich austauschen??? --> hauptsächlich in Sozialen Netzwerken möglich und findet dort auch zum großen Teil statt  -> Kommunikation ist nur ein Mittel der Sozialen Arbeit. Eine Reduzierung auf diesen einen Aspekt ist zu ungenau s. http://de.wikipedia.org/wiki/Systemische_Sozialarbeit (Mittel und Methoden)
22 Mio. in Deutschland sind aktiv bei Facebook (in den letzten 30 Tagen eingeloggt gewesen)
Welchen Nutzen bringen nun also soziale Medien fpr die soziale Arbeit: 
-verbinden der Zielgruppen, Infoaustausch regelmäßig möglich, "Gefällt mir" als Aufruf einer Person, diese  mit Info zu versorgen.. das ist eigentlich eine Ehre...
-Neue Zeilgruppen ansprechen und können aktiviert werden, vom Schreibtisch aus finden, gezielt suchen, 
-niedrigschwellige Variante des Feedbacks, weiterer Kanal der zur Rückmeldung genutzt werden kann / und wird...

Instrumente des Social Web?
Was ist Social Web: Definitionen gibt es zahlreiche... "Demokratisierung von Informationen, Menschen werden zu Publizisten, Prinzipwechsel von one-to-many zu many-to-many...verändert die Beziehung zw. Autoren, Menschen und ihren Bekannten"... 
-via Facebook besteht indirekte Öffentlichkeit: es ist möglich Menschen zu erreichen, die man sonst so nicht erreichen könnte, nur über "Freundschaft" möglich,
-Pädagogen sollten sich selber Grenzen setzen (Apell an Ethik), ab wann ist es nicht mehr / bis wohin es ok ist, in die auf Plattformen stattfindenen Diskussionen einzuschreiten, online präsent zu sein... (Fragen und Antworten bitte ergänzen)
-Filter kann nicht 100% selber beeinflusst werden ( Einstellungen wer meine Infos bekommt ist meine Entscheidung, über Vernetzung aber nicht ganzheitlich kontrollierbar)

-viele Instrumente ...s. "Social Media Prisma"
-Social Media ist nicht das Instrument, sondern die Einstellung, die hinter der Nutzung steckt...
Bsp. Wikipedia: 1.282.881 deutche Beiträge--> Gemeinschaftsarbeit, 

-"Beta": Artikel können jederzeit weiterentwickelt werden (bei YouTube bspw. via Kommentarfunktion), Editierbarkeit, einfacher Umgang, keine aufwändige Programmiersprache nötig, Jeder kann Inhalte online stellen.

-weiteres Beispiel: YouTube (dazu später mehr ?) es werden 48 Stunden Videomaterial pro Minute hochgeladen, es gibt nicht mehr nur den klassischen Konsumenten, sondern JEDER kann zum Produzent werden (bzgl. der Nutzung versch. Nutzer lässt sich diskutieren)

3. Beispiel: Twitter...nicht so beliebt wie Facebook und co. wird in Öffentlichkeitsarbeit und MEdienarbeit intinsiv genutzt, bei Organisationen usw mit großer Reichweite gilt Twitter als Standardinstrument zur Öffenltichekitsarbeit, Unterschied zu Facebook: "Followprinzip" funktioniert ohne das "befreunden", Der Produzent muss nicht explizit jeden Konsumenten für seine Infos freistellen...www.twitter.com/jugendinformant  --> Vorteil: Veranstaltungen werden geöffnet für Nicht-Teilnehmer wie bspw. auch hier im Etherpad)

400.000 Neue Nutzer bei Google Plus (g+) täglich! innerhalb von 7 Monaten schießt g+ auf 100 mio. Nutzer , vgl. Facebook (FB) brauchte 54 Monate, 

Social Media ist kein Trend, keine vorübergehende Erscheinung...!

Social Media und Non-Profit-Organisationen
...wie lassen sich die beiden verbinden?
Bsp 1: "greenaction": Vernetzung einzelner Greenpeace Organisationen, Aktive organisieren sich eigenständig, Porjektmanagement selber machen, Ressourcen in Bunderarbeit werden freigesetzt indem sich die Aktiven selber organisieren... 

Bsp 2: AE, Mobiliserung v.a. in Krisensituationen, einfache Umsetzung von Mobilisierung für "die gute Sache"

Bsp. 3: online Fundraising von Oxfam...

Bsp. 4: Informations- und Bildungsarbeitarbeit, "2aidorg": Studentische Organisation für Brunnenbau bspw., betreibt aktiv online Fundraising,..

"Abgeordnetenwatch": Info-Instrument zu en Abgeordneten aus meinem Kreis..., Info- und Frageninstrument  http://www.abgeordnetenwatch.de/bremen-916-0.html

Vorteil von Social Media: Präsentation von Fachmännern / Experten auf eigenem Blog / eigenem Profil, Lobbyarbeit, Infoarbeit,...Aber: konzeptionelle Überlegungen sind dennoch an erster Stelle / Anfangsüberlegungen: Was will ich erreichen? Welchen Zweck soll der Auftritt in Social Media bringen? Was ist der Mehrwert? Beobachten Informieren...dann Handeln, was können / sollen wir als Organisation tun?...Haltung gegenüber der Zielgruppe muss stimmen, Bspw. Pressemitteilung komplett in FB kopieren: Passt nicht zusammen: ..entweder falsche Zielgruppe oder falsches Medium...
wichitg: AUSTAUSCH untereinander!

Nutzung und mediale Aufbereitung medialer Endgeräte... Anpassnung der INhalte an passende Endgeräte... 
…Erreichbarkeit gewährleisten, Medienevolution: in Zukunft werden versch. Medien miteinander verschmelzen, auf Konvergenz einstellen schon jetzt um aktuell und attraktiv zu bleiben

Fazit
Erfahrungsraum "Internet" kommt hinzu / ist hinzu gekommen, Soziale Medien nutzen, ihre Vorteile sich zum Vorteil machen, integrierte Jugenarbeit als Auftrag, erweiterte Arbeit mit sozialen Medien, 
Ziel des Vortrages: Was ist Nutzungsgrad / Reichweite von Social Media in Deutschland?... 


Fragen: 
1) Was ist ein "Hashtag"? (Twitter) heutiger Hashtag: #jugendinfo ...alle Beiträge, die während des Fachtages zum Thema heute veröffentlicht werden, sind unter dem HASHTAG gefunden werden (quasi wie eine interne Bezeichnung, damit alle Interessenten die Beiträge schnell finden können)

2) Darf ein Pädagoge sich in in FB stattfindende Diskussionen "einmischen"? Die Diskussion in den Alltag / Realität auf der Straße zurückholen? Woher erlange ich die nötige Kompetenz für den Umgang? Welche Haltung sollte ein Pädagoge einnehmen / herausbilden?

Diskussionspunkt: Facebooknutzung in der Jugendhilfe
Ethische Verantwortung der Pädagog_innen, sich Grenzen zu setzen, um Datenschutz und den der Privatsphäre gewährleisten zu können.
Medienkompetenz der Jugendlichen stärken, auch durch die eigene Arbeit in sozialen Netzwerken. 
Thematisierung von Datenschutzaspekten, wie etwa die öffentliche Sichtbarkeit von Fotos für Nicht-Freund_innen, bewirkt eine Veränderung im Bewusstsein der Jugendlichen, positiver Trend in der Sensibilisierung für den Schutz der eigenen Privatsphäre im Netz.
Informationsflut durch soziale Medien.
 Jugendliche zu Multiplikator_innen des eigenen medienpädagogischen Verhaltens machen.
Zur Thematik jugendlicher Mediennutzung http://pad.jugendinfo.de/cyberwork-kriterien

...Wird beim Twittagessen noch besprochen...
Antworten auf http://pad.jugendinfo.de/cyberwork-kriterien 2.Cyberwork Tagung ist in der Planung für Ende 2012 in Bremen. 

Leitfäden: http://www.klicksafe.de bzgl. Sicherheitseinstellungen, Listenfunktionen usw. 
http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/soziale-netzwerke/

Blog der über Falschmeldungen berichtet bei Facebook. 
http://www.mimikama.at
Facebook: "Zuerst denken - dann klicken! Hier findest du aktuelle Fakemeldungen": http://www.facebook.com/fakepostings
Leitfaden: So kannst du dein Facebook-Profil für die „Chronik“ (Timeline) sicher machen.
http://www.mimikama.at/allgemein/leitfaden-so-kannst-du-dein-facebook-profil-fr-die-chronik-timeline-sicher-machen/

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von der Tagung wird es einen Kurzfilm geben, außerdem werden zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit Fotos gemacht und bei facebook online gestellt. Wer sich dort nicht wiederfinden möchte, melde sich bitte!
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Bildungsarbeit (=Menschen kommen zu Bildungszwecken zusammen, organisiert in Gruppen, es geht nicht um E-Learning) in Zeiten des Web 2.0
Jöran Muuß-Merholz ist Diplom-Pädagoge und arbeitet verknüpfend in den Bereichen von Bildung/Lernen, digitale Medien/Kommunikation und gesellschaftlicher Wandel.
http://www.joeran.de - Jöran und Konsorten

Web 2.0 als Synonym zur social media insgesamt "read/ write web", das Internet als kollaborative Plattform, in der das Verhältnis von Sender-Empfänger aufgehoben wird zu vielen Menschen, die sowohl lesen als auch schreiben.

I Landkarte der Bildungslandschaft
3 prototypische Formate der Bildungsarbeit...
1) Konferenz / Tagung 
mit unterschiedlichen Formaten, Workshops und Vorträge etc.
2) Vortragsveranstaltung / Podiumsdiskussion (Kürzer als Konferenz, Einer redet, alle anderen hören zu)
3) Seminar (Zusammensitzen über längere Zeit) 
gemeinsames Arbeiten miteinander, statt reiner Konsumhaltung

die Formate stehen prototypisch für etwas unterschiedliches, sind aber nicht unbedingt klar voneinander abzugrenzen


6 typische Aufgabenbereiche
1) Einladung und Marketing
2) Senden und Konversation
3) Dokumentation und Veröffentlichung
4) Koordination, Organisation und Zusammenarbeit
auf verschiedenen Ebenen sind die Organisierenden darauf angewiesen, dass die Teilnehmenden an der Veranstaltung mitwirken
5) Entwickeln von Inhalten, Projektarbeit (bspw "Wandzeitung")
6) Evaluation

Web 2.0 Karte für Konferenzen
1) Einladung und Marketing - erfolgt auch viel über soziale Netzwerke wie facebook und twitter, erleichtern zum einen das Verbreiten der Informationen, zum anderen entsteht eine Kommentier- und Rückmeldungsmöglichkeit
2) Senden und Konversation - das, was hier und jetzt gerade passiert: die Veranstaltung ist live verfolgbar für alle, die einen Internetzugang haben über Twitter, Etherpad, Livestream. Die Reichweite vergrößert sich.
3) Dokumentation und Veröffentlichung - mit verschiedenen Werkzeugen, wie etwa slideshare, flickr, podcasts. auch hier ergibt sich durch die leichte Verbreitung eine größere Reichweite
4) Koordination, Organisation, Zusammenarbeit - social bookmarks http://www.diigo.com/ , community-Plattformen wie etwa mixxt.de, wikis, Etherpads

Blogs stellen eine verbindende Plattform für viele dieser Aktivitäten dar und können als Anlaufstelle für Interessierte dienen

Vorträge und Podiumsdiskussionen können mit ähnlichen Werkzeugen vor- und nachbereitet und begleitet werden, meist wird jedoch aufgrund des kleineren Veranstaltungsrahmens nur ein Teil der Aktivitäten umgesetzt

Bei Seminaren und Workshops gelten die Möglichkeiten für Werbung und Einladung entsprechend, allerdings ist eine live-Begleitung und Veröffentlichung eher nicht gewünscht, da häufig ein geschützterer Arbeitsrahmen bevorzugt wird, Doodle http://doodle.com/ , Dropbox  http://www.dropbox.com/ können für Koordination und Zusammenarbeit genutzt werden. Für Aspekte von Inhaltsentwicklung und Projektarbeit eignen sich digitale Mindmaps, digitale Zeitleisten wie durch dipity http://www.dipity.com/ oder digitale wandzeitungen wie Animoto http://animoto.com/ (<- Tool zum Erstellen von Videos aus Fotos, was eine höhere Selektivität bei der Bildauswahl möglich macht als es etwa beim "normalen" Videodreh möglich wäre), eine online-Betrachtung und Verbreitung der verwendeten PowerPoints ist durch Slideshare http://www.slideshare.net/ möglich
Wozu?--> in welchem Kontext macht eine Zeitleiste Sinn? Authentische Materialien können verwendet werden...

Slideshare: Twitter, Podcast usw. können Referenten aber auch Teilnehmer haben 
Mehr zum Thema: http://pb21.de/ 

Geocaching - Schatzsuche mit GPS-Gerät 
 Mehr dazu siehe: http://www.geocaching.de/ oder http://www.geocaching.com/ oder http://www.opencaching.de/
 Hinweis geocaching-Fachtag in Bremen Donnerstag, 19.April 2012 Mehr dazu im Etherpad der Studenten aus Markus´ Seminar: http://pad.jugendinfo.de/geocaching 
vgl auch Educaching http://educache.de/wiki/Educache als
 Bezeichnung für Geocaching als Methode in der Bildungsarbeit

II Beispiel
BarCamp: Programmplanung findet erst vor Ort statt (quasi wie Openspace) keine Trennung zwischen Refernten und Zuhöhrern, sondern "den Teilgebenden", Jeder kann etwas zum Ablauf / Inhalt beisteuern, Organisator in der Rolle eines Ermöglichers (Koordination), anstelle von Konferenz  "UNkonferenz"
Teilgeber_innen statt Teilnehmer_innen und Referent_innen, da die Menschen sowohl teilnehmen als auch selbst Input geben

EduCamp
unter dem hashtag #echb11(lies: EduCamp Hansestadt Bremen 2011)  finden sich Informationen zum Bremer EduCamp 2011, dezentrale Werbung durchs "Weitersagen" 
-keine Dokumentation des Veranstalters (mit Einschränkung, wenn erwünscht), "Sessionanbieter- und teilnehmer" dokumentieren selber (bspw. via Etherpad)

Einordnung der BarCamp-Methode:
-dient als Beispiel für "höchst fortgeschrittene" Teilnehmende--> Internetkenntnisse sind ausgeprägt, Teile der Teilnehmenden kennen sich in versch. Bereichen sehr gut aus--> ermöglicht Weitergabe von "Expertenwissen"
-Möglichkeit für höchst dezentrale Arbeit (weltweites Forum)
-für große Veranstaltungen (bsow. iggs. zu Abendveranstaltungen und Workshops)
Mehr dazu gibt´s hier: http://educamp.mixxt.de/ 

III Schlussfolgerungen für die Öffentlichkeitsarbeit
Thesen:

Im Web 2.0 ist die Bildungsarbeit immer auch gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit.

Das Web 2.0 bedeutet (nicht nur) für die Öffentlichkeitsarbeit einen enormen Kontrollverlust, da kaum eine Überwachung dessen möglich ist, was irgendwer irgendwo über die Veranstaltung schreibt. Das ist aber nicht nur negativ zu bewerten, denn:

Web 2.0 und Kontrollverlust bieten enrome Chancen für authentische Bildungsarbeit und ihre Öffentlichkeitsarbeit ... deutliche bessere Voraussetzungen als ohne , Transparenz

http://www.joeran.de
http://www.pb21.de

Begriffserklärungen durch Wikipedia und weitere Links:
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An dieser Stelle habe ich mal ein neues Pad für Weiterführende Links eingerichtet ansonsten wird es hier so voll. Hoffe es hilft dem einen oder anderem weiter: http://pad.jugendinfo.de/QjX7pe9q2R
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Diskussion
-Problem der Unverbindlichkeit bei Facebook-Verabredungen / Zusagen / Anmeldungen... wie ist das bei BarCamps: generell haben mehr Menschen Interesse,  als es "Teilnehmerplätze / -möglichkeiten" gibt
das ist aber möglicherweise eher ein Problem der sozialen Normen von Verbindlichkeit bzw des sozialen Drucks zur Zusage, als des Mediums
-von extern: Aber durchaus eine Möglichkeit in Interesse abzuklopfen. Kommt auf den Bereich, bei Veranstalltungen kann man dadurch schon sehen ob diese dann auch im RealLife (in wie weit man on- und offline noch trennen kann ist nen anderes Thema) angenommen wird und kann sich dann darauf einstellen.



was ist ein Twittagessen? --> Real-Live Kennenlernen um am Ende besser Twittern zu können ;)
Menschen haben ja auch mal das Bedürfnis, sich auch "offline" kennen zu lernen, nicht zuletzt um hinterher verändert online zu kommunizieren
3 Fragen zum Mittagessen:

1. Soziale Arbeit braucht (keine) virtuelle/n Freunde weil...  
2. Folgende Ideen nehme ich für meine Arbeit mit:
3. In Zukunft werde ich in Bezug auf Social-Media...

weiter gehts um dreiviertel 2! bis gleich!
Bitte setzen.... es geht weiter

Markus beendet die Pause und leitet geschickt über :) 


Servicebureau Jugendinfo: Facebook-Seite (als Öffentliche Einrichtung): "ServiceBureau Jugendinformation" Personenprofil (Wie das einer Pirvatperson), darüber hinaus gibt es auch noch eine ServiceBureau Fan-Seite...
-Gedanke hinter Facebookpräsenz des Service Bureaus: Kommunizieren mit anderen pädagogischen Einrichtungen, Vernetzung als Einrichtung!
-Ziel: Kontakte herstellen in der Rolle des Medienpädagogen,  Frage: Online-Zeiten sind Arbeits-Zeiten... Wie regel ich das? Wer darf  mich wann kontaktieren, wer bekommt wann Antwort usw. --> muss  geklärt sein.
 -Facebook-Profile ist eigentlich nur für Privatpersonen gedacht, Privatprofile von Einrichtungen sind eigentlich "illegal" bei Facebook --> Einwand: Wenn Facebook den Account als Konsequenz löscht, sind alle Kontakte verloren...Lösungsansatz: Gruppen bilden, die bestehen bleiben auch nach Löschung ---> FRAGE: Ist diese Einstellung von Facebook zeitgemäß ??? Gegenfrage: Sollte das ServiceBureau nicht eigentlich als Vorbild agieren und sich an die vorgegebenen Regeln halten? bzw. vorleben, was man von den Jugendlichen erwartet?!ofil (--> 2 Seitige Beziehung: beide Teilnehmer müssen dem Kontakt- / Datenaustausch einwilligen) ...Probelm wenn Einrichtungen ein Privatprofil anbieten: Wo/Wie ist hierbei die Trennung möglich? Wann bin ich privat tätig, wann dienstlich? 
lesenswert: http://pad.jugendinfo.de/cyberwork und http://pad.jugendinfo.de/cyberwork-kriterien
Die 3 Arbeitsfelder sind eindeutig zu erkennen, u.a. mithilfe der Chronik... 
-->  Frage: Was ist eine Fanseite ("Follow"-Prinzip, Nutzer konsumieren das,  was der Produzent postet), was ist ein Privatprofil (--> 2 Seitige  Beziehung:  beide Teilnehmer müssen dem Kontakt- / Datenaustausch einwilligen)  ...Probelm wenn Einrichtungen ein Privatprofil anbieten: Wo/Wie ist  hierbei die Trennung möglich? Wann bin ich privat tätig, wann  dienstlich? 

Problem  bereits seit Emails vorhanden: Wann kommen private und wann dienstliche  Mails an und wer hat wann die Pflicht darauf zu antworten?

--> Frage: Was ist eine Fanseite ("Follow"-Prinzip, Nutzer konsumieren das, was der Produzent postet), was ist ein Privatpr

(von extern: zum thema: Facebook ist eigentlich nur für Privatpersonen gedacht, Seiten von Einrichtungen sind eigentlich illegal bei Facebook: Seiten von Einrichtungen sind nicht illegal. Dafür gibt es sogar die extra funktion Seite. Was von Facebook nicht gewollt ist, ist das Einrichtungen, Firmen, etc. sich nen eigenes Profil anlegen. Man soll mit seinem persönlichen Profil die Seite seiner Einrichtung anlegen. Hat auch den Vorteil, dass man mit mehrern Personen an einer Seite arbeiten kann.)


-YouTube Channel: ServiceBureau Bremen ...u.a. "Was ist Cybermobbing" und Film des Cyberwork-Fachtages 2011 
http://www.youtube.com/user/JugendinformantHB/videos?gl=DE


Workshop-Phase:

Twitter (Jöran)...und los geht´s im Workshop...
wirkt wie Geheimsprache...@ # ???
-Was ist Twitter?...Nachrichtendienst?--> Leute schreiben Nachrichten rein...Wer was liest liegt nur am Empfänger, Ist es eine Ansammlung von Unfug? Oder quasi wie ein Bücherregal...erstmal leer bis ich es fülle...

--> Was ist Twitter? Nachrichtendienst von der Firma Twitter. "Mikrobloggingdienst", Nutzung erfordert Anmeldung ...http://www.twitter.com, Anmeldung möglich mit Spitznamen, Zusätzlich wird ein Benutzername benötigt (Name kann man nicht mehr verändern), Benutzername gekennzeichnet durch das @ davor, Problem bei Neuanmeldung zur Namensänderung: soziales Netzwerk geht verloren...Emailadresse muss ebenfalls angegeben werden, 

Anmeldung: Nutzername und Passwort: es erscheint: meinTwitter --> leere Seite, bis ich mir etwas aussuche, was mich interessiert (--> dem ich "folge / follow"), Stream: einzelne Tweets (Nachrichten) untereinander chronologisch aufgelistet, per Suchfunkiton kann ich Person XYZ suchen und dann  finden, Top-Personen= besonders wichtige Personen, gemessen an Followern (Echtheit wird geprüft, daraufhin erhält Person ein kleines Häkchen am Namen), wenn ich XYZ folge, werden im Stream nur die Tweets der Person angezeigt, Timeline= meine Liste mit Tweets der Personen denen ich folge, typische Nutzung nicht vergleichbar mit Emails: beim Einloggen wird meist nicht alles seit dem letzten Besuch abgearbeitet, Nutzung eher um das neuste Geschehen zu erfahren.

Thema Geheimsprache: 
-#: = Hashtag = Schlagwort , (internationales Angebot: verschiedensprachige Einträge). durch Schlagwort ordne ich meine Nachricht ein, keine zentrale "Hashtag-Vergabe"--> Hashtag als Abspracheergebnis, damit bspw. alle Teilnehmer einer Veranstaltung wissen, an welcher Stelle sie nach den Tweets zur Veranstaltung suchen müssen...
-Orientierung in Twitter an Personen, oder mithilfe der Suche nach Hashtags oder auch Wörtern ohne # (nicht zielgenau)
Mehr zum Thema Hashtag: https://de.wikipedia.org/wiki/Hashtag#Hashtags oder https://support.twitter.com/groups/31-twitter-basics/topics/109-tweets-messages/articles/314917-was-sind-hashtags-symbole

-@: reply = Antwort: ich antworte auf den Beitrag eines anderen Nutzers. In einem Tweet ist es eine sogenannte Mention. Dieses ist eine Erwähnung eines Nutzer. Somit macht man auf diese Person aufmerksam oder auch die Person aufmerksam auf seinen Tweet.
Mehr zum Thema reply/Mention: https://support.twitter.com/groups/31-twitter-basics/topics/109-tweets-messages/articles/85468-was-sind-antworten-und-erwahnungen 

-RT: = Retweet: Hiermit hat man die Möglichkeit Tweets von andern weiterzuverbreiten. Somit drückt man aus, dass man diesen Tweet besonders findet.
Mehr zum Thema ReTweet: https://support.twitter.com/groups/31-twitter-basics/topics/109-tweets-messages/articles/104996-was-ist-ein-retweet

-DM: Direct Message = Direktnachricht: vgl. mini-Email oder SMS, direkte Nachricht an einen anderen Nutzer, wird von Stream ausgeblendet (also bleibt geheim), solange ein @ davor gesetzt wird. sobald ein zusätzliches Zeichen vor dem @steht, ist die Nachricht nicht mehr "geheim". Durch die eingabe: d benutzername (d [leerzeichen] benutzername ohne @) ist es möglich eine DM zu schicken. Hierbei ist zu beachten, dass man nur Personen eine DM schicken kann, dem man 1. selbst folgt und 2. die Person muss einem ebenfalls folgen. 
Mehr zum Thema Direct Message = Direktnachricht : https://support.twitter.com/articles/161379-was-ist-eine-direktnachricht-dn

-Nutzer sprechen über andere
-entfolgen ist möglich...wird vom Referenten als "höchste Beleidung" angesehen  ;) 

-Filterdefinition als selbsttätiger Prozess, Unfug ist quasi wenn dann selbst gewählt, 
Twitteraccounts von Nachrichtendiensten: bspw. Spiegel: mithilfe der Hashtags wird Fülle an tagesaktuellen Nachrichten gefiltert…
Angebot und Nachfrage: Markt muss Angebot regulieren, Regulativ ist: Menschen folgen nicht mehr, bzw. folgen von vornherein gar nicht (Begründung: Namen nicht auffindbar, Suchfunktion erfordert Wissen um Person als Nutzer von Twitter, Follower sind schwer zu bekommen), Follower als Menschen, die sich ganz speziell für die Arbeit / das Angebot des Twitternden interessieren, Jugendinfo: 670 Follower (=viel, weil regional begrenzt), Wer folgt wem ist ersichtlich, wer folgt mir, wer folgt den anderen?, 

-alle Tweets sind öffentlich à Vorteil für Filtersetzung, wer sich für xyz interessiert, folgt evtl. weiterführenden Nutzer, deren Angebot mich interessiert…Netzwerkarbeit („Linkschleuder“, „Trüffelschweine“)

-Verknüpfung: Tweets einbauen in Blogs, Internetseiten, enorme Vernetzung möglich

-Herausforderung der begrenzten Buchstabenanzahl (140 Zeichen), Verkürzung von Links, Bilder / Videos hochladen auch möglich à ist Konversation damit überhaupt möglich? Fragmente herausgeben, Stichpunkte / Ideen…

-Jugendliche und Kinder sind weniger interessiert, 35-40 J. Hauptnutzung,  Gründe: Gedanke bei Twitter: Ich poste in die ganze Welt (Grundinteresse), Jugendliche sind eher an Mitteilungen an ihre Peergroup interessiert, weltweites weniger, FB: schnellere Resonanz

-Nutzerprofil: FB: 22 Mio. aktive Nutzer, Twitter: 1/2 Mio. Nutzer à Trends in Nutzungsdaten, evtl. Anstieg, im vgl. mit USA, dort wird Nutzung stark angekurbelt

-Nutzungsformen: „Trüffelschweine“: guck mal hier, unsere neuen Veranstaltungshinweise / Produkt / Aufmerksamkeit usw. (vor allem von Institutionen), Konversation, Tagebuch (mit Vorsicht zu genießen), foodspotting, Bilder vom Mittag ;) , Witze / Wortspiele / Künstler, Chatähnliche Funktion, 

-Löschen von Nachrichten: Einzeltweets können gelöscht werden, ABER: a la „watch your web“: das Netz vergisst nichts… es gibt Seiten, die genau diese gelöschten Beiträge sammeln usw.-Filterdefinition als selbsttätiger Prozess, Unfug ist quasi nur möglich, wenn er gewählt, 

Twitteraccounts von Nachrichtendiensten: bspw. Spiegel: mithilfe der Hashtags wird Fülle an tagesaktuellen Nachrichten gefiltert…



Facebook (Markus)
In dem Workshop haben wir eine Einführung zu Facebook gegeben. Sprich wie Melde ich mich an , als Profil und als Fanseite. 
eine schöne Einführung gibt es hier
http://blog.socialbar-bremen.de/2011/12/facebook/

Wie stellen ich die Sicherheitseinstellungen ein und wo finde ich sie.
http://www.klicksafe.de



Social Media Policies für NPOs (Jörg)

dieser Vortrag online:
http://www.slideshare.net/joergreschke/social-media-policy-fr-nonprofitorganisationen


policy im Sinne eines "Orientierungsrahmens". für non-profit Organisationen gibt es diese policies auf drei Ebenen:

social media policies
- für diejenigen, die tatsächlich in ihrem Arbeitsalltag für die Organisation in sozialen Netzwerken tätig sind. die policies sollen helfen, ein kohärentes, gemeinsames Außenbild der Organisation zu wahren, dass also nicht 15 Mitarbeiter_innen jeweils ganz unterschiedlich für die Organisation schreiben.

social media guidelines
- richten sich an alle Mitarbeiter_innen, denn eine strikte Trennung ist im Bereich social media gar nicht möglich: sobald eine Privatperson ihre_n Arbeitgeber_in im sozialen Netzwerk angibt, entsteht eine Verbindung zwischen privatem und dienstlichen Bereichen. Es sollen also gemeinsame strategische und moralische Absprachen getroffen werden, wie sich Mitarbeiter_innen verhalten, wenn sie eine solche Verknüpfung mit ihrer Organisation wählen. Wenn Personen diese Absprachen nicht einhalten möchten, sollten sie diese Verbindung ihres Privatprofiles mit der Organisation weglassen. Tun sie es trotzdem, bewegen sie sich in einer rechtlichen Grauzone.

social media tips
- im Umgang mit Freiwilligen, wie etwa bei Konfirmand_innen oder Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr, sollten bestimmte Fragen auch thematisiert werden, etwa inwieweit die Freiwilligen sich auf ihren Fotos in Uniform präsentieren dürfen etc.


Policies bieten strategische Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien und geben eine nicht zuletzt arbeitsrechtliche Grundlage für Mitarbeiter_innen in der online-Kommunikation.
Es geht nicht nur um eine Regelung des erlaubten und nicht-erlaubten, sondern auch um eine Animation zur Ausschöpfung der Möglichkeiten. Die Aufmerksamkeit für soziale Medien soll in allen Bereichen der Organisation gestärkt werden.

Social Media Kultur sollte beinhalten, dass sich aktiv mit dem eigenen (Netzwerk-)Verhalten auseinandergesetzt, reflektiert und ausgewertet wird.

Zur Annäherung der Mitarbeiter_innen an die (auch kritische) Nutzung social media ist manchmal eine Häppchenweise-Vorgehensweise geeigneter, zum Beispiel durch die Anwendung von Funktionen, die den Mitarbeiter_innen auch privat nützlich sein können (wie suche ich effektiv bei Google? - wie nutze ich Google Alerts? ...)
Ein kürzerer Weg zur Überzeugung kann auch die Sensibilisierung dafür sein, dass über die Organisation ja so oder so etwas geschrieben werden kann. Nutzer_innen von facebook können über eine Organisation (negativ) schreiben, selbst wenn diese im Netzwerk selbst nicht vertreten ist (Stichwort shitstorm). Daher ist ein Monitoring sinnvoll, wo über die Organisation in welcher Weise geredet wird.

Beispiele für social media policies gibt es etwa beim Österreichischen Roten Kreuz, explizit für Jugendeinrichtungen beim Jugendhaus Hardenberg.
Dürfen soziale Netzwerke während der Arbeitszeit genutzt werden? - Sehr restriktive Regeln sind hier hinderlich, zum Teil geht es auch gar nicht ohne. Beispielhaft ist hier etwa, dass facebook-fanseiten nur durch die Anmeldung mit einem Privatpersonen-Profil bearbeitet werden können.
Wie wird mit externen Inhalten umgegangen? Was und vom wem werden etwa Nachrichten per Twitter re-tweetet? - Hilfreich ist hier die Frage, was denn auf gar keinen Fall online thematisiert werden soll – hierbei ist die negative Eingrenzung der Themen sehr viel einfacher als die Aufzählung dessen, was veröffentlicht werden soll. No-Gos sollten etwa Nachrichten bezüglich des Personals oder konkreter Vorfälle und der beteiligten Personen sein.
 

Ebook dazu:
http://www.pluralog.de/_sonst/E-Book-Social_Media_Policy_fuer_NPOs.pdf

mehr lesen:
http://www.sozialmarketing.de



Fishbowl
Was tun?

Ignorieren?
Zu viele Datenschutzproblematiken?
Den richtigen Umgang finden?

Wie gehe ich damit um, dass Sozialarbeiter_innen möglicherweise viel private Zeit und Energie in die Arbeit mit social media stecken?

Besteht Bedarf an einem Netzwerk für Bremer Sozialarbeiter_innen für fachlichen Austausch, die Qualität der Sozialarbeit könnte durch soetwas noch angehoben werden.
szene der Bremer Sozialarbeit solte sich per sozialer Netzwerke / Twitter vernetzen...Vernetzung von Medienpädagogik über das Internet, 
facebookGruppe "Medienpädagogik" für fachlichen Austausch auf diesem Gebiet...was ist der Mehrwert der Online-Arbeit? Internet macht Austausch möglich, das sollte man als Kontaktbasis nutzen

wie heißt die gruppe genau??? es gibt zuviele mit diesem namen! bzw bitte link dazu.findest du die Gruppe, wenn du auf das Profil vom Servicebureau gehst?ich weiß nicht wie ich da gruppen suchen kann...--> auch einfach oben in der Suchfunktion den Gruppennamen eingeben ;) aber wir suchen auch noch, es gibt 2 offene gruppen: eine mit 58 mitgliedern und eine mit 878 mitgliedern... eine davon?.ich tendiere zu der mit den vielen Mitgliedern, aber wir fragen gleich nach (Referent sitzt noch auf der Bühne ;) danke =).. letzte Ansage hierzu :) es ist die GROßE GRUPPE namens MEdienpädagogik!
https://www.facebook.com/groups/131402253579323/ .... die? Ja, DIE! ;-)


anfang der 90er wurde die PCs einfach in die jugendämer mitgebracht, weil der Sozpäds sich für zuhause einen neuen gekauft haben, Es gab kein Konzept, sondern jeder hat es einfach gemacht. siehe Bolay, Kuhn, 1993 http://www.widersprueche-zeitschrift.de/article652.html
Sind wir Sozialpädagog_innen nicht lernfähig? Oder sind die Bedingungen so schlecht, dass wir uns so schwer auf den social media Bereich einlassen können?
- Wenn ein immer größerer Sparzwang besteht, ist das wenig anreizend, neue Arbeitsfelder zu erschließen.
- Vielleicht ergeben sich auch social media networking noch mehr Kooperationspotentiale und Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, diese Möglichkeit der Vernetzung kann als Chance für noch engere Zusammenarbeit betrachtet werden.


heißt dass, dass wir Mitarbeiter_innen Verantwortung übernehmen sollen für das Vernetzungspotential unserer Organisationen? wenn ich durch die Einträge auf meinem privaten Profil quasi Öffentlichkeitsarbeit für meine_n Arbeitgeber_innen leisten soll, muss mir das dann nicht auch als Öffentlichkeitsarbeit bezahlt werden? Sind wir Teil der Öffentlichkeitsarbeit? Müssen wir das machen?
- sollen die Mitarbeiter_innen tatsächlich mehr Gehalt dafür bekommen, dass sie twittern oder facebook nutzen? wenn die Öffentlichkeitsarbeit auf so viele Schultern verteilt werden soll, dann muss das auch sachlich begründet sein.


wo bleibt der Aspekt der Beziehungsarbeit? wenn Mitarbeiter_innen sich Zeit freischaufeln, um online Cyberwork zu machen, muss dabei die Frage nach der Notwendigkeit beantwortet werden können. was prädestiniert mich dafür, diese Arbeit zu machen? sind die Menschen, die ich erreiche, wirklich meine Zielgruppe? gehört das zu meinen institutionellen Aufträgen? wenn ja, muss das bezahlt werden. wenn nein, sollte man es nicht machen.
- aber: darf ich Klient_innen einfach so abweisen, nur weil sie etwa nicht in meiner regionalen Zugehörigkeit wohnen? wenn das Internet diese Grenzen aufhebt, müssen sie nicht künstlich wiederherhgestellt werden.
- dabei muss man sich aber die Frage stellen lassen, ob die (online-)Arbeit nicht bereits von einer anderen Institution erledigt wird. wird das doppelt gearbeitet? muss das doppelt bezahlt werden? nur weil (auch) mir die Idee gekommen ist, heißt das nicht unbedingt, dass es einen tatschlichen Bedarf gibt.
- natürlich sollte man sich als Träger auf die Region orientieren, aber überregionale Arbeit kann und soll ja z.B. auch durch Partner_innenorganisationen gewährleistet werden
 Interessantes zum Thema: https://pluragraph.de/: Auswertung von Mediaseiten / Ranking der Zugriffe usw. 

wo endet der Einzugsbereich von Online-Beratung? an der Grenze vom Bundesland Bremen?--> es braucht überregionale Angebote (vgl. Online-Streetwerk-Projekt in Helsinki. Mehr dazu: http://dialog-internet.de/web/initiativen_youthpart/blog/-/asset_publisher/5Kso/blog/internationale-jugendarbeit-%E2%80%93-online!/48352 )


Abschluss
Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass man sich mit der Nutzung von  social media derart auseinandersetzt, wie das hier heute diskutiert worden ist. 

Was machen wir als Teilnehmer_innen des heutigen Fachtages jetzt mit den Impulsen, die heute angesprochen worden sind?
- wenn ich facebook ignoriere, ignoriere ich meine Klient_innen, denn die nutzen es.
- Verhaltenskodex/Leitfaden fürs Internet ausarbeiten, den Klient_innen mitgeben, auch deren Eltern
- Regeln für social media Nutzung mit den Jugendlichen gemeinsam ausndeln, nicht von oben aufdrücken
-Datenschutz usw. ließe sich der Inhalt der verschiedenen Tagung usw nicht evtl. als Zusatzausbildung für Sozial Arbeiter usw, umsetzen...?


für das nächste Mal:
was sollte auf der nächsten Tagung thematisiert werden?
-Rechtliche Fragen: Was darf ich aus Datenschutzgründen / was nicht / Rechte an Bildern etc. 
-ggf. Verhaltenskodex erstellen
- best practice Beispiele für gelungenen Kommunikation über social media
- welche Erfahrungen gibt es speziell aus dem Bereich der Schule?


Werbeblock:
19. 4. - Fachtag Educaching mit Fachbeiträgen, Projektvorstellung von Studierenden und GPS-Ausprobieren
 Juni - Fachtag Schulsozialarbeit
20.September: Computersucht: Infor für Familien, wie gehen wir damit um?
Ende 2012 / Anfang 2013: Weiterentwicklung der Cyberwork-Kriterien auf Bundesweitem Fachtag...Infos folgen... 
http://fobi.jugendinfo.de/organizers.php/2/servicebureau-jugendinformation.html

coming soon: Ruth König // Mädchenhaus zur Onlineberatung

Wie funktioniert eigentlich kollaboratives Schreiben mit einem Etherpad? http://pb21.de/2010/11/kollaboratives-schreiben-ii-etherpad/


FAZIT von Markus: Sozialarbeiter brauchen "Freunde", Vernetzung muss stattfinden, u. a. zur Schule, dienstliche Kontakte kann Facebook unterstützen, es kann EINE möglichkeit sein...


anmerkung: fast die selbe Tagung wird am 18. September 2012 in Münster durchgeführt.
http://www.muenster.de/stadt/jib/ 


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