+++ Lifeticker +++ Jugendliche und Medien 2012

Fachtag  Mediensucht 6.0. Wie sehen jugendliche Lebenswelten im Jahr 2012 aus,  was machen junge Menschen heutzutage? Hocken sie nur noch  dem PC?  Oder machen das nur bestimmte Jugendliche? Und falls sie tatsächlich den  ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen: Können Internet, Spiele und Co.  vielleicht sogar als pädagogische Chance gesehen werden? Und wenn ja,  wie? Oder haben wir es hier mit Medienabhängigen zu tun? Was bedeutet  das dann für unsere pädagogische Arbeit?

 Auf dem Fachtag +++ Lifeticker  +++ machen wir uns auf die Suche nach Antworten. Neben drei  Input-Referaten werden wir am Nachmittag gemeinsam die Themen in  Arbeitsgruppen vertiefen.o
Bereits zum 6. mal laden das  Landesinstitut für Schule / Gesundheit und Suchtprävention, das ReBuZ -  Bremen (Regionales Beratungs- und Unterstützungzentrum) und das  ServiceBureau Jugendinformation zum Fachtag Mediensucht ein. (Dokus unter http://jugendinfo.de/akmediensucht ) http://pad.jugendinfo.de/lifeticker
Auf den letzten 5 Fachtagen  haben wir uns auf unterschiedliche Weise dem Thema Mediensucht  genähert, die Lage der Jugendlichen eingeschätzt und über  Unterstützungsmöglichkeiten nachgedacht. Wir stellten immer wieder fest,  dass viele Jugendliche von den Medien fasziniert sind und entsprechend  viel Zeit damit verbringen, aber größtenteils keine Sucht dahinter  steckt. Alles halb so wild? Jugendliche gehen mit Medien souverän um,  wenn sie und ihre AnsprechpartnerInnen über entsprechende Komptenzen  verfügen und wenn sie ihre alltäglichen Anforderungen meistern.




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Liveticker direkt aus der Veranstaltung: 

veranstaltet vom Landesinstitut für Schule (Liane Adam), Service Bureau Jugendinformation (Marcus Gerstmann) und dem ReBuz Nord (Regina Kühn)
Dokumentiert von Anika Richter (Kipsy) 

Fragen an uns PädagogInnn: 
Wo stehen wir jetzt? Wo ist unsere Grenze? Wann wird der Medienkonsum zum Problem?

AK Mediensucht:

www.jugendinfo.de/akmediensucht
Twitter# jugendinfo

VORTRAG: Sinus Studie 2012 - Wie ticken Jugendliche 2012  
 Juliane Winkler, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Polititologin
Mehr über die Studie auf dem Fachkräfteportal
http://www.dkjs.de/fileadmin/bilder/Aktuell/pdfs/2012_03_28_Ergebnisse.pdf
 
 31 seitiges PDF über die Studie mit fast den selben Folien im Übeerblick. 
 http://www.dkjs.de/fileadmin/bilder/Aktuell/pdfs/2012_03_28_Ergebnisse.pdf

        erschienen im April diesen Jahres
        Hausarbeiten der Jugedlichen 72 Interviews im Anschluss bundesweit (Fotodokumentation der Zimmer...)
        Verbraucheranalyse  1500 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren
        
VORTRAG: Games.Pädagogik.Praxis - Games als Chance im pädagogischen Handeln 
 Torben Kohring  ComputerProjekt Köln e.V http://computerprojekt-koeln.de/
 Projektleiter vom Spieleratgeber-NRW http://www.spieleratgeber-NRW.de
 Kontakt: kohring@spieleratgeber-nrw.de
 
Es gibt vollkommen verschiedene Spiele, z.B. mit
Warum faszinieren Computerspiele?

Jugendliche sagen...
Jugendliche wollen Unterhaltung und Spaß!

Exessives Spielverghalten ist überwiegend zu finden bei Online Spielen 

- Online-Rollenspiele (WOW)
Spiele zielen auf Aufstieg ab! Aufsteigen und der Beste werden als Ziel!!! - (Bindungsprinzip-Glücksspielelement)

 Gefahr die reale Welt zu verlieren und in der virtuellen Welt zu verschwinden!

- Social Games (Farmville)  Farmville http://www.youtube.com/watch?v=ttPfJHCipog&feature=related
- Casual Games 
- Browserspiele
- Sportspiele
- Shooter

exessioves Computerspiele ist nicht als Sucht anerkannt - zählt nicht als Spielsucht! (Interessant wäre eine Analyse der Bindungskräfte, Anm. J.W.)

Gesetzliche Kennzeichen:
suchtgefährdende Elemente spielen bei USK keine Rolle

Alles Praxisprojekte unter http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=822

Spieleratgeber -  NRW  http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=3
Grundlagen: http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/fritz_kriterien/fritz_kriterien.html

Bericht aus einer Testergruppe: http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=815

bundesweit einsehbar 
900 beurteilte Spiele in Datenbank

Spiele testen als Tagesaktion:  http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=1890

Praxisprojekt Computerspiele testen als Tagesaktion ist ein peertopeer Ansatz.
Sie erzählen nach dem Spielen über ihre Erfahrungen. Ohne Lehrer, damit die SchülerInnen offener reden

Weitere Projektberichte:
Projekt 2008 "Vom Computerspielen und den Wald"
http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=2149
Offline Rollenspiele digital und Brettspiele analog als Grundlage
Spielfiguren und Helden selbst mit der Klasse konzipiert
- --Projekt 2009 bis 2011 im größeren Rahmen wiederholt! 
(50 Jugendliche und 70 Helfer)
http://www.youtube.com/watch?v=9ixD5QV3ess&feature=plcp

- alte Methoden im neuen Gewand (Spielpädagogik 2.1.)

Gute Seiten mit Paxisprojektsammlungen:
Spieleratgeber-NRW: http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=822
Projekte vom Institut Spawnpoint aus Erfurt: http://www.ics-spawnpoint.de/index.php?site=angebote&sort=aID&type=DESC&page=2
spielbar.de von der BpB: http://www.spielbar.de/neu/praxiswissen-computerspiele/padagogische-praxis/jugendarbeit/
goodschool.de mit Beispielen für die Schule: http://www.goodschool.de/cms/front_content.php?idcat=12
Institut Spielraum der FH Köln: http://www1.fh-koeln.de/spielraum/level3/
Creative Gaming aus Hamburg: http://creative-gaming.eu/category/creative-gaming-beispiele/


 gemeimsames Spielen hat einen hohen pädagogischen Wert
 ScheinVergemeinschaftung mit dem PC..., wenn es nur mit dem PC über das Internet stattfindet, ist es problematisch
 Erfahrung eigener Wirksamkeit  zwischen Spannung und Lösung mittels Workflow 
 
VORTRAG:  Methoden aus der Beratungs- und Behandlungspraxis mit Medienabhängigen 
 Jannis Wlachojiannis Beratungsstelle: Lost in Space  http://www.computersucht-berlin.de/index.php
stellt im Vorfeld Monkey Island vor: http://www.youtube.com/watch?v=s59OqCDQxMY
und Call of Duty (der Renner bei den Jugendlichen) http://www.youtube.com/watch?v=x3tedlWs1XY 

Beratungsstelle Lost in Space (seit 2006):
Neben Computerspielsucht gibt es noch...
neue Entwicklungen:
Klienten wechseln oft von Online-Rollenspielen auf andere Mediensüchte(Handy...). 

Angebote der Beratungsstelle:

Methoden us der Beratungspraxis:

Praktische Erfahrunegen aus der Betroffenenarbeit:

Betroffenengruppe:
klare, erweiterbare Regeln

Themenschwerpunkte
 - Notfallkoffer...

 Eltern wünschen sich hier die Diagnose, daher klar machen, dass es so schnell keine Diagnose gibt... Eltern werden motiviert, sich selbst mit den Spielen auseinanderzusetzen!
Methode: Eltern sollen Avatar erstellen, um mit ihren Kindern in Kontakt zu kommen!
Eltern sollen sich hineinversetzen, was für die Kinder so interessant an den Spielen ist.

Kooperation mit drei Kliniken in Berlin, die die Klienten annehemen und stationär versorgen (über Rentenversicherung) - Nachsorge wieder bei "Lost in Space"


Arbeitsgruppen:
1.) Helfen uns eigentlich Studien in der praktischen Arbeit weiter (Sinus, Spitzer, Bundesministerium...)
Live aus der Arbeitsgruppe:
Hamburrg, Hannover, Bremen, Verden, Leeste, Weyhe

In Hannover von 12 auf 18 Therapieplätze erhöht, Teen Spirit Island 
In Trafo nicht Spielen, sondern eher Facebook --> Kommunikationsschwierigkeiten
Smartphone immer mehr
Natürlich bin ich 18 accounts
zuhause knallt es an alle Kanten in den Familien
angebot und Nachfrage bestimmen sich in Bremen
Kiffer, Alks, Ko-Abhänigigkeit
Mit den Studie kann ich mitgehen, dass ich mehr wird...
damals Pfeiffer hat es auf eine bestimmte Gruppe (dick, gewaltätig, dumm --> Prekäre Lebenslagen) gelenkt
PC-Profispieler sind ähnlich wie Semi-professionelle Sportler...
Aus allen Schichten sind die Spieler, aber auch die Kiffer...
Hab ich es im Griff oder hat es mich im Griff

Wie können wir mit bekommen, was die Kids machen? Nicht mehr im Kinderzimmer? sondern überall Nutzung...Eltern wissen nicht mehr was die Kids tun?
Lehrer sind nicht medienaffin (sagt das LIS)

JIM /KIM /FIM Studie sind gut für die Erwachsenenarbeit http://www.mpfs.de 
JG glaubt, dass die Kluft /Digitale Divide kleiner wird...
Die Kluft ist auch zwischen der Haltung zu den Medien (Lust, Kommunikation vs Information und Vernuftsorientiert) 
Kritische Umgang mit den Social Media, über die Auswirkung keine Gedanken

Prävention ist eigentlich das wichtigste, die Studien kommen bei den Eltern nicht an.
es fehlt das Interesse von den Eltern an den eigenen Kindern - lieber garnicht erziehen.

Studien nützt uns argumentativ für die Behörden... 
Eltern haben selber Probleme, Wie erreiche ich die Eltern? Es kommen aber nur die falschen Eltern? 
Früher anfangen Kinder stärken --> Kinder starkt werden lassen als Grundhaltung.
Gesprächskultur
Eltern wollen Information haben... es gibt gaaaaannnnnz viele Jugendliche, wo es gut geht...

Studien:
die Forscher müssen weitere Forschungsmöglichkeiten durch die Studien kommen
Eine Unterhaltungs-Industrie 

Die Studie nützt uns, weil nach den "unsinnigen Thesen" sich die Fachwelt postioniert...
Kommen wir gegen die Schlagzeilen an? was bleibt davon hängen?
Notwendig ist es in der Schule zu lernen --> wie können die Lehrkräfte vermitteln...
Mulltiplikatoren weiter fortbilden?
mehr Peer Ansätze in den Schulen
mehr PRävention in die Schule 
mehr die Medien rein in die Schule
Kräfte von aussen, können einen Impuls geben... 
Anfragen nach Veranstaltungen sind an Schüler und Eltern gerichtet, selten an Lehrer, Sozpäds..
Es fehlt eine Definition, was und wie ist das Problem?
Pathologischer Internetgebrauch mit einer Psychostörung
Kampagne erstellen   

Eine ethische Diskussion mit den vielen Akteuren im Netz führen...

10 Stichworte von den TN aus der AG
2.) Beratung- und Behandlungsmöglichkeiten in Bremen
Vorstellungsrunde
Verweis auf "AK Mediensucht" Do, 14.00 Uhr  18.10.2012 Wo? Zentrum für Medien / Große Weidestraße Bremen / Erster Stock  002

- Diskussion über persönliche Erfahrung mit Mediensucht als Vorraussetzung für gute Beratung:
Stichworte:

Links:

3.) Ticken wir richtig? Kinder, Jugendliche, Medienpädagogen
Vorstellungsrunde und sammeln von Fragen zum Thema "Ticken Jugendliche und Pädagoginnen im Gleichklang?":
- Müssen Jugendliche und Erwachsene  im Gleichklang ticken?
- Wie kann der Umgang im pädagogischen Alltag aussehen?
- Wie stellt man Gleichklang her?
- Praxisbeispiele für sinnvolle Medienarbeit?
- Wie muss der Klang aussehen (Schule)?
- Was kann man tun?
- Was können wir aus den Vorträgen für die pädagogische Praxis übernehmen?

Alle Studien zeigen, dass keine Jugendlichen die Internet-Welt ablehnen - im Gegensatz zu vielen Pädagogen, die vielfach negativ also unter fokussierung auf die Gefahren Medien betrachten.
Jugendliche fühlen sich durch Pädagogen nicht verstanden.
Gleichklang kann bedeuten, dass man Jugendlichen zuhört.
Pädagogen müssen oft Wissen "nachholen", aber diese Ansatz kann auch überfordern.
Man sollte sich Grundkenntnisse über die digitalen Welten verschaffen, u.a. um auch von den Jugendlichen in Diskussionen ernst genommen zu werden.
Pädagogen und Jugendliche können sich "in ihrem jeweiligen Expertentum benutzen".  Wir können voneinander lernen.
Ein Gerüst an Regeln muss bestehen.
Die gesamte Diskussion ist nicht neu - früher waren es andere Dinge wie Fernsehen und Telefon.
Auswirkungen auf das Familienleben sind gefühlt enorm, real siehe FIM Studie http://www.mpfs.de/
Realität der Jugendlichen ist "on".
 Wertschätzender Umgang und gegenseitiges ernstnehmen ist Grundlage für Kontakt auf Augenhöhe.
 In der Schule steht das System diesem Umgang oftmals im Wege. Die Rolle der Lehrer ändert sich.
 Es muss Regeln geben, aber Zensur ist problematisch. Die Administration bestimmt z.T. die Regeln, aber jeder muss auch seine eigenen Regeln setzen und diese erklären können - auch in der Auseinandersetzung mit Kollegen.   
Expertenkonferenzen: Schüler zeigen was sie können und erarbeiten dann auch Regeln zum Umgang mit Medien.

Kontakte für mögliche Hilfe:
Servicebureau Jugendinformation /ExpertInnenkonferenz
http://www.servicebureau.de/
Zentrum für Medien Bremen 
http://www.lis.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen56.c.31979.de
Polizei Bremen Petra Rump
http://www.polizei.bremen.de
Makemedia Studios Bremen
http://www.lis.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen56.c.5602.de



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Diskussion, Meinungen, Links, Tipps etc...

Weiteres:

http://pad.jugendinfo.de/lifeticker
und
www.jugendinfo.de/akmediensucht

nächster Termin:

Medien - Sucht - Kompetenz
Mediensucht Fachtag 7.0
Termin: 19.09.2013
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